Vom Idealismus zum Swag

Main-Kinzig-Kreis (rim). Die Generation Z? Hat das etwas mit dem Anime Dragon Ball Z und den Z-Kämpfern zu tun? Weit gefehlt: Die Generation Z (kurz Gen Z) sind die Menschen, die momentan Teenager und Jugendliche sind, die Jahrgänge ab circa 1995 bis heute. Aber was zum Geier macht diese Gen Z aus? Welche Ziele verfolgt sie? Und was kann sie? Eines jedenfalls hat sie schon geschafft: Sie ist Namensgeber der Jugendseite.

Der Begriff der Generation Y ist noch neu, da kommen schon die folgenden Jahrgänge zur Sprache. Menschen, die von Kindesbeinen an mit Internet und modernen Technologien konfrontiert sind, gehören der Gen Z an. Sie sind so genannte Digital Natives – von Anfang an mit Smartphones, Highspeed Internet oder I-pads umgeben und es gewohnt, mit diesen „Werkzeugen“ umzugehen. Dadurch durchlaufen sie eine völlig andere Entwicklung, als die Menschen, die noch kurz zuvor geboren wurden.
Sie sind allzeit verfügbar und verfügen jederzeit über andere – per Whatsapp, Skype, Facebook oder anderen sozialen Kontaktmöglichkeiten. Dabei jongliert mit englischen Abkürzungen wie „lol“ (laughing out loud) oder „rofl“ (rolling on the floor laughing) im alltäglichen Sprachgebrauch, die bei vielen älteren Generationen auf Unverständnis stoßen. Die Gen Z surft  auf der Online-Welle, was Eltern vor das Problem stellen kann, dass ihr Wissensstand deutlich geringer ist als der ihrer Kinder. Anders als die idealistischere Vorgänger-Generation Y, die in der Arbeit einen Sinn suchte, will die Gen Z Karriere machen und Führungspositionen ausüben. Antrieb dabei sind nicht  materialistische Gedanken, sondern der Wunsch nach Aufmerksamkeit und Anerkennung. Das Wertemuster der Teenager weicht fundamental von dem früherer Generationen ab. Viele Studien weisen den Zugehörigen eine gewisse Flatterhaftigkeit nach, gepaart mit dem Wunsch nach einem gut ausgestatteten Arbeitsplatz und klaren Grenzen zwischen Arbeit und Privatem. Wenn der Beruf nicht mehr gefällt – dann suchen sie sich achselzuckend etwas anderes. Mit dieser Umstellung müssen nicht nur andere Generationen klarkommen, auch Unternehmen müssen sich neu ausrichten, um es der Gen Z recht zu machen.
Nicht alle, die der Gen Z angehören, sind gleich. Sie können in verschiedene Gruppen eingeteilt werden. Ein Beispiel sind die materialistischen Hedonisten mit hoher Lifestyle-Affinität. Für sie spielen Marken und Konsum eine große Rolle. Sie wollen individuell sein – die gängigste Bezeichnung für sie: „Hipster“.
Die Gen Z geben im Schul-, Berufs-, Arbeits- und Privatleben intuitiver Nutzung, spielebasierter, audiovisueller Kommunikation und Informationsaufnahme den Vorzug vor klassischen Kommunikationsmitteln wie Büchern oder gedruckten Zeitungen. Die Freizeit steht besonders im Vordergrund – immer weniger wird die Bindung zu Unternehmen und Firmen. Diese müssen sich künftig damit vertraut machen, dass sie der Gen Z eine Alternative zum bestehenden Konsens bieten müssen. Mit althergebrachten Werten können sie die Gen Z jedenfalls nicht mehr beeindrucken – dazu fehlt ihnen der „Swag“.

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