Vom Schüler zum Vollzeit-DJ

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Gelnhausen (mz). Mit einem Workshop in Gießen hat alles begonnen. Der Gelnhäuser Maximilian Nammert ist seit zwei Jahren als Dj tätig und ist hauptsächlich im Main-Kinzig-Kreis zu hören.  Außerhalb ist er bereits in Frankfurt am Main am sankt peter DJ Circle aufgetreten und hat dort auch weitere Auftritte in Aussicht. Er produziert seine Stücke selber und ist auf Instagram, Soundcloud und Facebook als Max Nammert bekannt.

Durch eine Anzeige wurde Maximilian Nammert auf einen DJ-Workshop in Gießen aufmerksam. Der Workshop setzte den Grundstein seiner DJ-Laufbahn. Seit einem dreiviertel Jahr ist er in der Deep-House Szene als Max Nammert aktiv und versucht nun durch Zusammenarbeit mit dem Gitarristen Oliver Keller einen Mix von House, sowie Rock- und Popmusik zu produzieren. Es habe lange Zeit gedauert, bis er seine Stilrichtung festlegen konnte, sagt er.Mit Mladen Solomun und Oliver Koletzki in der Deep-House Szene habe die Suche ein Ende gehabt. Sie seien seine Inspiration und seine Vorbilder.
Der damalige Schüler hatte für den Kauf seines ersten Equipments Monate lang gespart. Als er das Geld zusammen hatte, musste er jedoch die Schule und die Musik unter einen Hut bringen. „Mittags habe ich immer meine Hausaufgaben gemacht, Abends saß ich dann aber stundenlang am Pult und habe geübt“, berichtete Nammert. Mit dem Abitur folgte eine etwas längere Pause, er wollte sich auf die Schule konzentrieren und sich nach dem Abschluss Vollzeit seiner Musik widmen. Dass er Potenzial hatte, merkte der DJ durch die wachsende Begeisterung seiner Mutter und seiner Freunde.
„Ich habe meinem besten Kumpel damals ein selbstproduziertes Set zu seinem Geburtstag geschenkt. Er sagte daraufhin, dass es das emotionalste Set gewesen wäre, was er dieses Jahr gehört hätte“, sagt Nammert lächelnd. Das musikalische Wissen, das er sich durch drei Jahre Waldhorn-Spielen angeeignet hat, half ihm enorm und ließ ihn schnell aufsteigen.
Nammert merkte schnell, dass ein guter DJ nicht nur gut auflegen, sondern auch eine gute Performance abgeben muss. „Charisma ist sehr wichtig und vor allem Kreativität, da die live-Performance jeden Fehler und jede Unsicherheit aufdecken kann.“ Die Aufgabe sei es, die richtigen Lieder auszusuchen, damit keine großen Taktunterschiede auftreten: Die Bpm-Zahlen beider Stücke müssen angeglichen und der Rahmen des gesamten Ablaufes gestaltet werden, damit alles flüssig abläuft. „DJ sein heißt, nicht einfach nur eine CD reinschieben und ablaufen lassen. Der gesamte Auftritt ist live. Das heißt, du musst in jedem Moment eine super Performance abgeben und keine Fehler machen.“  Sein Equipment ist ein wichtiger Bestandteil seiner Arbeit, es hat einen Wert von mehreren tausend Euro und wird je nach Bedarf von ihm erweitert. Er müsse sich auf die Ausstattung verlassen könne, anderenfalls könne er keinen perfekten Gig garantieren.
Für angehende DJs hat Max Nammert ein paar wichtige Tipps: Es sei wichtig, in das richtige Equipment zu investieren, Sparen sei das Beste. Außerdem sollte man sich mit seinem Umkreis befassen: „Wer kann mir Helfen? Wer mag meine Stilrichtung? Wo bekomme ich Feedback her?“ Ein anderer Punkt sei das Durchhaltevermögen. „Es wird immer Menschen geben, die deine Musik nicht mögen. Hier gilt es durchzuhalten und es einfach zu ignorieren. Halte dich lieber an deine Freunde und Familie, die dich unterstützen.“  Ein weiterer Punkt seien Absagen.Diese seien völlig normal. Er selbst habe auch schon welche bekommen und trotzdem eine Menge erreicht und dazu gelernt, sagt Nammert. Auch wenn er noch am Anfang seiner Karriere steht, schon  heute ist Nammert im Main-Kinzig-Kreis bekannt und hat gute Zukunftsaussichten. Er selbst sieht sich als Nachwuchs-DJ und hat Respekt vor den ganz Großen. „An jedem meiner Auftritte bin ich nervös und bewundere die großen DJs, die das ganz locker durchziehen.“
Er ist häufig bei privaten Veranstaltungen, im Triple X in Wächtersbach legte er auch schon auf. Weitere Gigs sind in Planung – wie morgen Abend ein Auftritt bei der Circleshow, einer regelmäßigen Radioshow für junge DJs inFrankfurt (Näheres im Wochencheck). „Da das Abitur nun geschafft ist, will ich mich jetzt vollkommen auf die Musik konzentrieren und öfter auftreten“, sagt Nammert.
In Zukunft will er studieren oder ins Ausland gehen, seine Musik will er jedoch zu einem festen Bestandteil seines Lebens machen, da er seine Leidenschaft zu seinem Beruf machen möchte.

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