Schreiben soll gelernt sein

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Sinntal-Altengronau (mz). Die Hans-Elm-Schule in Altengronau hat seit einigen Jahren das Organisieren und Fertigstellen einer Abschlusszeitung in den Lehrplan integriert. Grund war die Klassenaufteilung nach der sechsten Klasse: Schüler, die nicht das Fach Französisch wählten, sollten trotzdem intensiven Unterricht erfahren.

Das gesamte letzte Schuljahr befassen sich die Zehntklässler in ihren Wahlpflichtstunden mit der Abschlusszeitung.   Die Klassen werden hierfür in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine befasst sich mit dem redaktionellen und die andere mit dem technischen Teil. Die Zeitung wird nicht nur für den Abschlussjahrgang zusammen gestellt, sondern auch für die Klassen fünf bis neun. Sie  dient somit gleichzeitig als Jahrbuch der Schule. Jährlich werden ungefähr 200 Zeitungen verkauft.
Mit dem „English Magazine“ versucht  Ingo van Ophysen die Schüler bereits in der siebten Klasse auf die journalistischen Aufgaben vorzubereiten: „In Gruppenarbeit schreiben die Schüler ihre eigenen Artikel. Das Thema dürfen sie sich aussuchen. Es soll Spaß machen und am Ende des Jahres noch einmal für eine sinnvolle Beschäftigung sorgen.“ Nachdem alle Gruppen ihre Texte überarbeitet haben und die englischen Texte grammatikalisch richtig gestellt worden sind, bekommt jeder der Schüler eine Ausgabe. In der zehnten Klasse würden die Schüler dadurch bereits die Vorgehensweise kennen und sauberer arbeiten, erklärt van Ophysen. Die Schüler befürworten die Idee: „Wir können unsere Kreativität ausleben, weil wir Themen behandeln dürfen, die uns interessieren“, sagte Marie aus der Klasse 8b. Musikcharts, das Spiel GTA aber auch die Serie „Germanys next Topmodel“ fand in der letzten Ausgabe Gehör.  Die darauf aufbauende Abschlusszeitung enthält schulische Themen, wie das „Lehrer Ranking“, aber auch Steckbriefe der einzelnen Schüler. Die Artikel der Zeitung werden  wie beim „English Magazine“ in Gruppen verfasst. Zum Redaktionsschluss werden bestimmte Artikel aussortiert oder verbessert, um sie dann  der Technikgruppe zu überreichen.
Die meiste Zeit wird jedoch für die Sponsorensuche gebraucht. Fast ein halbes Jahr vorher beginnen die Klassen damit, um die Abschlusszeitung finanzieren zu können. „Für die Schüler ist es meiner Meinung nach der größte Aufwand, da sie sich überwinden müssen, Kontakt zu den möglichen Sponsoren aufzunehmen“, sagt Ingo Van Ophysen. Bis jetzt seien jedoch nie finanzielle Probleme aufgetaucht, die Ausgaben der Produktion seien immer gedeckt gewesen. Einige Jahrgänge hätten sogar schwarze Zahlen geschrieben.
Die Hans-Elm-Schule will das Konzept des Wahlpflichtunterrichts fortsetzten. Das deutlich erkennbare Niveau und vor allem die Sorgfalt seien die Folge davon, dass die Abschlusszeitung als eine Lerneinheit betrachtet werde, meint der stellvertretene Schulleiter Tim Kubalek. Ingo van Ophysen schreibt die gute Arbeit auch dem Verhältnis zwischen Lehrer und Schülern zu. „Den Schülern und mir macht der Unterricht Spaß. Wir arbeiten gut zusammen und ich bin stolz darauf, dass wir etwas schaffen, wovon die ganze Schule etwas hat.“

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