Dialog statt Einbahnstraßenkommunikation

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Maintal (fpf). Als Marketingfachfrau eines kleinen Frankfurter Fachverlags hat insbesondere das Online-Marketing mit Fokus auf die sozialen Medien Juliane Benad von Beginn an fasziniert. So nutzt die heute 34-Jährige die Elternzeit für ein Fernstudium zur Social Media Managerin und setzt ihr neu erworbenes Wissen rund um Blogs und deren Potential im Kontext von Unternehmensführung und –kommunikation direkt in die Praxis um: Unter www.die-maintalerin.de meldet sie sich im Dezember 2013 erstmals schriftlich mit eigener Online-Plattform zu Wort und hat sich mit ihrem thematisch inzwischen sehr facettenreichen Blog inzwischen zumindest regional einen respektablen Bekanntheits- und Vernetzungsgrad erschrieben.

Nicht nur für die deutsche Bundeskanzlerin, sondern auch für viele Bürger von nebenan waren und sind die sozialen Netzwerke mit all ihren Tücken – etwa hinsichtlich Privatsphäreeinstellungen – und vielfältigen Möglichkeiten noch immer Neuland. Hier wollte Juliane Benad zunächst Aufklärung leisten und Hilfestellung geben. Das tut sie noch immer und hat in dieser Rolle etwa auch ehrenamtlich die Social Media Sprechstunde Main-Kinzig ins Leben gerufen. Darüber hinaus jedoch beschäftigt sie sich in ihrem Blog auch mit privateren Dingen, etwa ihrer Leidenschaft für regionale Literatur: „Ich lese seit einigen Jahren bevorzugt Bücher, deren Autoren im Rhein-Main-Gebiet leben oder deren Handlung im Rhein-Main-Gebiet spielt. Diese Bücher stelle ich vor, gehe auf Lesungen oder interviewe auch mal den einen oder anderen Autor.“
Dabei ist ihr Blog für Juliane Benad keineswegs lediglich ein öffentliches virtuelles Tagebuch; sie schreibt „definitiv, um gelesen zu werden“, und bekommt zahlreiche positive Rückmeldungen. Auf Kommentare zu einzelnen Blogartikeln geht sie stets ein und sieht gerade im Austausch mit ihren Lesern den wichtigsten Sinn und Zweck eines Blogs: „Bloggen ist Dialog und niemals Einbahnstraßen-Kommunikation.“ Besonders gern beendet sie deshalb einen Artikel auch mit Fragen oder Gedankenanstößen, um eine Diskussion mit ihren Lesern aktiv anzuregen. Daran, zu provozieren, ist ihr jedoch niemals gelegen, und da ihre Themenspektrum bewusst wenig Anlass für Kontroversen bietet, hat sie auch noch keine Erfahrungen mit Internet-Mobbing machen müssen – ein Umstand, über den sie froh ist.  Manchmal erwachsen aus den Reaktionen auf ihrer Homepage dann auch direkt Inspirationen für einen neuen Blogbeitrag, etwa wenn sie konkrete Fragen erhält oder merkt, dass beispielsweise für eine Veränderung der Einstellungen bei Facebook dringend mal eine Anleitung hermüsste. Trotzdem bloggt Juliane Benad keineswegs nur spontan in den Tag hinein: „Ich habe einen Redaktionsplan, in dem ich meine Beiträge plane und Ideen notiere. Dieser ist aber dynamisch; manchmal fehlt auch einfach die Zeit, ein Thema zu recherchieren.“ Ihr selbst gesetztes Ziel, im Wochendurchschnitt einmal zu bloggen, verfolgt sie – nachdem der Blog zwei Monate lang still lag – seit Kurzem wieder mit neuem Elan; dennoch: „Mein Blog ist bisher mein Freizeitspaß und deshalb nehme ich mir auch das Recht heraus, individuell zu entscheiden.“
Im Main-Kinzig-Kreis ist Juliane Benad inzwischen hervorragend mit anderen Bloggern vernetzt, insbesondere auf dem Gebiet der sozialen Medien, weniger im Literaturbereich – „dafür lese ich zu wenig“. Luft nach oben, so sagt sie, gibt es aber immer, und überhaupt wünscht sie sich für ihr Bloggerleben in erster Linie eines: „Mehr Zeit!“ Ob sie in zehn Jahren noch bloggen wird, wird sich zeigen – für’s Erste aber ist die Maintalerin wieder am Start, und ihr Blog lohnt auch für die Generation Z definitiv einen Besuch.

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