Auf zur Schnitzeljagd 2.0

Main-Kinzig-Kreis (re/tmb). Wer in der freien Natur unterwegs ist, kann immer häufiger beobachten, dass Menschen mit suchendem Blick durchs Gelände streifen, meistens ein Handy oder ein Navigationsgerät in der Hand. Fühlen sie sich unbeachtet, suchen sie an geheimen Orten nach merkwürdigen kleinen Dosen und Kästchen. Die Rede ist von „Geocachern“, die ihrem ungewöhnlichen Hobby frönen, das immer beliebter wird, und dabei möglichst nicht von „Muggeln“ – Nicht-Geocachern – beobachtet werden wollen.2-format43

Das Wort Geocaching setzt sich aus dem griechischen Begriff „geo“, also „Erde“, und dem englischen Wort „Cache“ – „geheimes Lager/Versteck“ zusammen. Im Grunde ist es eine moderne Variante einer Schnitzeljagd. Neu ist an der „Schnitzeljagd 2.0“, dass mittlerweile hochmoderne Technik zum Einsatz kommt – das GPS-Gerät. Stattdessen kann auch eine App auf dem Mobiltelefon genutzt werden.
Ein GPS-Gerät wird mit Koordinaten, die im Internet von den Versteckern eines Geocaches preisgegeben werden, gefüttert.
Mit den zu Verfügung gestellten Koordinaten gelangt der Suchende dank des GPS oder einem GPS-fähigen Mobiltelefon entweder direkt zum „Schatz“ oder zum Startpunkt eines Geocaches mit mehreren Stationen. Das Ziel ist erreicht, wenn der Geocacher das Finale findet. Dies ist ein mehr oder weniger gut versteckt und getarnter Behälter, der in jedem Fall ein Logbuch enthält. Dort trägt der „Cacher“ sich mit Namen und Datum ein, als Beweis, dass er den Cache gefunden hat. Danach wird der Behälter wieder  so versteckt, wie er vorgefunden wurde. In größeren Cachebehältern findet man oft Tauschgegenstände, Spielsachen, Ü-Eier-Figuren, manchmal sogar Bücher oder CDs. Diese dürfen im Tausch gerne mitgenommen werden. Wichtig dabei ist nur, dass der selbst mitgebrachte Tauschgegenstand mindestens gleichwertig ist. Ansonsten besteht der Schatz später nur noch aus „Müll“.
Während sich das Hobby immer größerer Beliebtheit erfreut – Geocacher vernetzen sich unter anderem gerne im Internet, zum Beispiel in der Facebookgruppe „Geocaching Main-Kinzig“ – stöhnen Naturschützer und Jäger, denn sie befürchten, dass die modernen Schatzsucher Wald und Wiesen Schaden zufügen, weil sie zum Beispiel bei „Nachtcaches“ im Wald Tiere aufscheuchen oder bei ihrer Suche empfindliche Ökosysteme stören. Deswegen sollten vor allem die „Owner“, also diejenigen, die Caches verstecken und pflegen, darauf achten, dass sie dabei die Natur nicht mutwillig beschädigen oder zerstören und Cacher auf diese Weise ebenfalls auf die „falsche Fährte“ bringen.

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