Vom Rennrad an den PC

Gründau (kbr). „Spread sport to the world“ – unter diesem Motto startete die 22-jährige Triathletin und Jahnsportlerin Laura-Sophie Usinger Anfang 2015 ihren Blog. Heute schreibt die sympathische Athletin mit viel Hingabe und Freude verschiedene Beiträge über alle Facetten ihrer sportlichen Passion im Internet und postet auf Facebook (spread sport – ein facettenreicher Sportblog) und Instagram (spread_sport). Was die quirlige Studentin antreibt? Die Freude am Sport, außergewöhnliche Begegnungen und die Reiselust.
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„Ich habe im Alter von sechs Jahren angefangen zu turnen – ‚weil du zu Hause immer so viel rumgeturnt bist und Räder geschlagen hast‘, haben meine Eltern mal gesagt“, erinnert sich die Blondine lächelnd an ihre sportlichen Ursprünge. Nach wenigen Jahren im Turnen entdeckte die begeisterte Turnerin dann den Jahnkampf für sich. Diese Sportart besteht neben dem Turnen noch aus weiteren Disziplinen: der Leichtathletik, dem Kunstspringen und Schwimmen. Hier fand Laura-Sophie ihre Passion und die geliebte Abwechslung: „Mich faszinierte damals wie heute die Präzision, die Ästhetik des Turnens und Kunstspringens. Es ist Wahnsinn, zu sehen, was man mit seinem Körper alles anstellen kann, wozu Geist und Körper fähig sind. Ich habe diese Zeit im Turnen total genossen – die vielen Stunden in der Halle, die Trainingslager, die Ausflüge ins Leistungszentrum, um an noch besseren Geräten und Schnitzelgruben trainieren zu können.“ Ehrgeizig und mit viel Liebe zum Sport formte sie mit jeder Trainingsstunde nicht nur ihren Körper, sondern auch ihren Geist und blieb dem Jahnkampf auch über die Pubertät hinweg treu. Erst, nachdem sie 2010 Deutsche Meisterin im Jahnkampf wurde – dem gingen zahlreiche zweite und dritte Plätzen voraus – hatte sie das Gefühl, „alles erreicht zu haben“. Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung wurde sie schnell beim Triathlon fündig: „Mich reizen und faszinieren schon immer die Kombination aus mehreren Sportarten. Da liegt der Wechsel zum Triathlon näher, als so mancher denkt. Und so habe ich 2011 meinen ersten Triathlon gemacht. Das mache ich bis heute.“ Bild C
Studium, Nebenjob, Freund, Freunde – was für viele schon tages- oder wochenausfüllend ist, hindert die Sport- und Germanistikstudentin nicht daran, an sechs Tagen pro Woche ein ausgewogenes Trainingspensum zu absolvieren, teilweise sogar zwei Einheiten am Tag. „Beim Jahnsport hatte ich dreimal pro Woche Turnen, zweimal Kunstspringen und einmal wöchentlich ein Leichtathletik-Training – so viel anstrengender ist das Triathlon-Training da gar nicht“, schmunzelt die sportaffine Gründauerin, die derzeit mit ihrem Freund, einem Triathlon-Profi, in Darmstadt wohnt. „Zudem kann ich meinen Sport super mit meinem Nebenjob verbinden, seitdem ich Trainingspläne bei iq-athletik in Frankfurt schreibe. Dort führe ich mit Sportlern auch Leistungsdiagnostiken durch.“ Einen weiteren Nebenjob fand Usinger in der redaktionellen Tätigkeit – natürlich auch hier mit sportlichem Schwerpunkt: 2013 absolvierte sie ein Praktikum in einer Triathlon-Redaktion. Hier sammelte sie erste journalistische Erfahrungen und verfasste Fachbeiträge. Vor einem Jahr startete sie dann mit ihrem ersten eigenen Blog. Zudem schreibt sie regelmäßig für verschiedene Firmen, Blogs und Zeitschriften über mentale und körperliche Trainingsmethoden, Ernährungstipps, andere Sportler und was sie in ihrem Alltag beim Sport bewegt. „Auf meinem Blog, bei achim-achilles.de, lerncoaching-frankfurt.de, als freie Journalistin für die ‚Triathlon‘ schreibe ich über alles rund um den Sport. Bislang habe ich hierfür viel gutes Feedback erhalten“, freut sich die begabte Triathletin. „Zu meiner Lieblingskategorie haben sich die Sportler-Interviews entwickelt. Ich kann Ihnen einfach alle Fragen stellen, die mich immer schon interessiert haben. Das ist spannend und eine tolle Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen.“
Ihr Sport und die redaktionelle Tätigkeit als Bloggerin führen das ehrgeizige Sportass zu Orten und Menschen auf der ganzen Welt. „Ein Interview mit Schwimmer und Weltrekordhalter Markus Deibler war ein besonders aufregender Beitrag für mich. Aber auch das Interview mit Camilla Pedersen und meine Wettkampfberichte aus der Bundesliga-Saison letztes Jahr kamen ganz gut an“, berichtet Usinger. Auch für den Sport ist sie viel unterwegs: Trainingslager auf Mallorca und den Kanaren, Wettkämpfe auf der ganzen Welt: Der Reiselust der Gründauerin sind kaum Grenzen gesetzt. Neben dem Training kommen nämlich auch viele Eindrücke von Land und Einwohnern nicht zu kurz. Lachend erinnert sich Usinger an eine ganz besondere Begegnung: „Ich bin im Trainingslager auf Lanzarote gewesen, als ein Mann, mit einem Kamel an der Leine auf dem Seitenstreifen im Gleichschritt daher lief. Das war ein köstlicher Schnappschuss. Dank Handy habe ich das natürlich sofort festgehalten. Das Bild bringt mich immer zum Lachen.“
Bei so viel Liebe zum Sport, Eifer und Motivation fragt man sich fast, ob Usinger keinen „inneren Schweinehund“ hat. „Doch, den habe auch ich“, lacht die Blondine. „Wenn man manchmal nach einem anstrengenden Uni- oder Arbeitstag nach Hause kommt und eigentlich platt ist, muss man sich manchmal schon motivieren, um nicht auf der Couch liegen zu bleiben. Ich denke dann immer an die Freude während und nach dem Training. Und wenn ich absolut keine Lust habe, dann mache ich auch nichts. Viele Sportler übertreiben es manchmal, dabei kann der Spaß am Sport auf der Strecke bleiben.“ Für Usinger soll auch zukünftig sowohl beim Sport als auch ihrer literarischen Passion der Spaß nicht zu kurz kommen. Nachdem sie in der letzten Saison mit dem TV Bad Orb erstmals in der Bundesliga startete, wünscht sie sich für dieses Jahr viele schöne und abwechslungsreiche Trainingslager und Wettkämpfe. Der Journalismus bleibt weiterhin ihr Traumberuf. „Gekoppelt mit meinem Sport kann ich viel reisen und darüber berichten. Mit dem Blog kann ich dafür lernen und üben – also werdet Ihr auch weiterhin viel von mir hören“, blickt Usinger motiviert in die Zukunft.

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