Tödliche Gene

Im Jahr 2021 ist die Kriminalität in den USA stark angestiegen. Gleichzeitig gibt es ein Verfahren, das per Genanalyse potentielle Mörder anhand des bei ihnen aktiven Killergens bestimmen kann. Um Gewalttaten und Tötungsdelikten vorzubeugen, erklärt die Regierung den Gentest für obligatorisch. Im texanischen Houston lebt die siebzehnjährige Davy ein behütetes Leben: Ihre Eltern sind wohlhabend, sie selbst gilt als musikalisches Wunderkind und besucht eine renommierte Privatschule. Kurz vor ihrem Highschoolabschluss träumt sie vom Studium in New York und einer Zukunft mit ihrem Freund Zac. Dann jedoch zerschlagen sich Davys Pläne von einem Tag auf den anderen: Sie wird aus dem Unterricht geholt und man teilt ihr mit, dass die Testergebnisse der genetischen Untersuchung darauf hinweisen, dass auch Davy eine Trägerin ist, also die aktive Variante des Killergens in sich trägt.infernale
Obwohl ihre Eltern es zu verhindern versuchen, wird Davy von ihrer Schule suspendiert und muss auf die öffentliche, überwachte Highschool wechseln; zudem wird ihr ein Sozialarbeiter zur Seite gestellt, der ihr klar macht, dass ein einziger Fehltritt ihrerseits zunächst mit der sichtbaren Brandmarkung und anschließend mit einer Internierung in speziellen Lagern geahndet werden wird. Obwohl Davy überzeugt ist, keine zukünftige Mörderin zu sein, muss sie mit ansehen, wie ihre eigenen Eltern sich  zunehmend reserviert verhalten. Auch ihr Freund Zac wendet sich von ihr ab, und von ihren früheren Mitschülern wird sie geächtet.
Während die Situation sich zuspitzt, findet Davy ausgerechnet in dem erst feindselig erscheinenden Mitschüler Sean, der ebenfalls Träger ist, einen Verbündeten. Und den hat sie bitter nötig, denn als die beiden tatsächlich in einem Lager interniert werden, erfahren sie, dass die Regierung die Genträger zu gefühlskalten, kontrollierbaren Killern ausbilden will …
Ein packender, psychologisch tiefgängiger und stilistisch eindrucksvoller Roman, dessen ebenso authentisch wie sympathisch gezeichnete Protagonisten und die gesellschaftliche Relevanz der Thematik den Leser unmittelbar berühren und auch über das noch offen gehaltene Ende hinaus an die Erzählung fesseln. Wer das Buch zuschlägt, wird bereits dem Folgeband entgegenfiebern.      (fpf)

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