Weltjugendtag in Krakau

Am Dienstag hat in Krakau der Weltjugendtag begonnen: Zu dem sechstägigen Treffen junger Katholiken haben sich gut eine halbe Million Pilger aus 187 Staaten angemeldet, darunter 15 500 aus Deutschland. Die Idee eines Weltjugendtages geht auf den aus Polen stammenden Papst Johannes Paul II. zurück. Er hatte den Tag 1986 zunächst in Rom austragen lassen. Die Veranstaltung entfachte so viel Begeisterung, dass der Papst das Ereignis zur festen Einrichtung erklärte. Der Weltjugendtag wird alle zwei bis drei Jahre vom Vatikan, der örtlichen Bischofskonferenz und der gastgebenden Diözese veranstaltet. Es ist nach 1991 das zweite Mal, dass das Ereignis in Polen ausgetragen wird. Auch Deutschland war schon einmal Gastgeber: 2005 in Köln.
Am Mittwoch war Papst Franziskus in Krakau erwartet und betete und feierte gemeinsam mit den Jugendlichen. „Fürchtet Euch nicht!“, rief er den etwa 16 000 jungen Menschen aus aller Welt zu, die sich unter dem Fenster des Bischofspalasts in Krakau versammelt hatten. Er rief zu einer Schweigeminute für den 22-jährige Maciej Ciesla auf. Der Grafikstudent hatte als Freiwilliger den Weltjugendtag mit vorbereitet und war an Krebs erkrankt. Er wollte bis zur Ankunft des Papstes leben. In der Straßenbahn (mit der der Papst zum ersten Gottesdienst mit den Teilnehmern des Weltjugendtast fährt) war ein Platz für ihn reserviert. Er starb jedoch am 2. Juli. „Ihr glaubt vielleicht, der Papst verdirbt euch den Abend“, sagte Franziskus angesichts des ernsten Themas. „Aber wir müssen uns an gute und schlimme Dinge gewöhnen. So ist das Leben, junge Freunde.“

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