Gemeinsame Leidenschaft

Main-Kinzig-Kreis (jas). Das Teilen einer gemeinsamen Leidenschaft war den jungen Musikern bei der Gründung ihrer Band „uNNamed“ besonders wichtig. Heute mischen sie ganz viele Elemente zur deutschen Rockmusik, um sich individuell abzuheben. Ein Hauch von Punk und eine Prise Alternative ergeben ihre „bunte Mischung“. Die Band aus dem Main-Kinzig-Kreis liebt ihre spezielle Richtung und ist dabei auch nur Eine von wenigen.

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Die hessische Band besteht in dieser Besetzung erst seit Oktober 2015. Im Fasching 2013 entstand die Grundidee der Bandgründung durch den Sänger und zweiten Gitarristen Paul Kleiß, den Bassisten, aber vorher Cajon spielenden Christopher Guhlke und ihren damaligen Bassisten. Paul und Christopher kannten sich dabei schon seit ihrer Schulzeit. Doch da der Bassist ziemlich schnell wieder absprang, kamen sie über einen guten Freund an Wolf Siegert. Der Gitarrist fügte sich ausgezeichnet in die Band ein. Die ersten kleinen Auftritte nahmen sie noch als Trio auf sich. Ihre Premiere war das Unterhalten der Geburtstagsgäste von Christopher Guhlkes Tante. „Doch es war klar, wir waren auf der Suche nach einem Schlagzeuger“, so Paul Kleiß. Dominic Schultheis spielte parallel in einer anderen Band. An sich sollte der Schlagzeuger nur für einen „Gig“ der Band aushelfen. „Es hat so viel Spaß mit Euch gemacht“, meint Dominic Schultheis, dass er dann ab Oktober 2015 die Band komplett machte.
Als Trio probten sie damals noch im Dachgeschoss von Christopher Guhlkes Wohnung. Doch seit Ende letzten Jahres probt das Quartett einmal die Woche in Schlierbach. Sie suchten einen richtigen Proberaum und teilen sich diesen mit einer anderen Band. Einen festen Termin haben sie nicht, da Dominic in Schicht arbeitet.
Paul Kleiß (21) hat mit dem Gitarren spielen und dem Gesang erst seit der Bandgründung begonnen. „Ich sang vorher nur im Kinderchor“, lacht er. Am Anfang brachte er sich die Gitarre selbst bei und ließ sich von Wolf Siegert ein paar Griffe zeigen. Dann entschied er sich für ein halbes Jahr Gitarrenunterricht, woraus sich dann der Gesangsunterricht entwickelte. Paul Kleiß absolvierte eine Ausbildung zum Technischen Produktdesigner.
Christopher Guhlke (21) spielt Bass erst seit knapp zwei Jahren. Die Bandgründung ermutigte ihn dazu und ließ sich ebenfalls von Wolf Siegert bei der Harmonielehre helfen. „Am damaligen Faschingsabend hatte ich richtig Lust, Musik zu machen“, sagt Christopher Guhlke. „Und das haben wir dann schnell verwirklicht.“ Er machte eine Ausbildung zum Technischen Systemplaner und möchte sich bald zum Techniker weiterbilden.
Das Küken in der Band ist Wolf Siegert (17). Seit dreieinhalb Jahren nutzt er seine Fingerfertigkeit an der Gitarre. „Ich hatte damals einfach Lust darauf.“ Mit dieser Motivation lehrte er sich das Spielen selbst und lernt stetig Neues dazu. Vorher spielte er in Schulbands und musizierte mit seinen Freunden. Wolf Siegert ist Schüler des Grimmelshausen-Gymnasiums Gelnhausen und macht in zwei Jahren Abschluss.
Zehn Jahre älter ist Dominic Schultheis. Er hat seit 13 Jahren Schlagzeugerfahrung. „Nach dem ersten Lied war klar, dass er bei uns bleiben muss“, erzählt Paul Kleiß. Zur Zeit spielt Dominic Schultheis parallel noch in einer zweiten Band. Das Musizieren ist somit eine Leidenschaft für ihn. Der gelernte Altenpfleger kann mit seinen Erfahrungen viel mit einbringen.
„uNNamed“ bedeutet auf Deutsch „ohne Name“ oder „namenlos“. „Der Name ist wirklich pure Kreativität“, lacht Christopher Guhlke. Für die Band war es ziemlich schwierig, etwas Perfektes für jeden zu finden. Irgendwann kam Wolf Siegert dann auf die glorreiche Idee: „Dann bleiben wir eben namenlos.“ Mit viel Humor fanden die anderen Gefallen an dem Einfall und stimmten zu. Gleichzeitig arbeiteten sie auch an einem eigenen tierischen Logo. Christopher Guhlke machte sich im Internet nach Logoideen schlau, bis er auf einen Löwenkopf stieß. Mit viel Mühe zeichnete er seine ersten Entwürfe. Über Dominic Schultheis kamen sie an Matthias Hausen, der das Grundgerüst für die Band zeichnete. Nach dem Ändern von ein paar Kleinigkeiten war das Logo endlich ideal.
In der kurzen Zeit nahm das Quartett bereits zwischen 15 und 20 eigene Songs in seinem Programm auf. „Das geht bei uns eigentlich ziemlich schnell“, meint Paul Kleiß. Er und Wolf Siegert konzentrieren sich dabei auf das Verfassen des Textes. Dabei schreiben sie über die Liebe, das Trinken oder Sozialkritik. Ansonsten entstehen die Lieder gemeinsam. Beispielsweise entwickelt die Gitarre die ersten Töne, danach richtet sich dann der Bass, und das Schlagzeug passt sich zum Schluss an.
„Die fertigen Produkte hätte keiner von uns so alleine hinbekommen“, sagt Wolf Siegert. Das „Trinklied“ war eines ihrer ersten Lieder. „Damit nehmen wir uns selbst auf die Schippe“, erzählt Christopher Guhlke. In dem Lied geht es um die Folgen einer total verrückten Nacht. „Lebe dein Leben“ handelt von einer schönen Welt. Man soll sich das Leben nicht vermiesen lassen und einzelne Momente genießen. Ein Liebeslied nach wahrer Begebenheit ist „Alles gewonnen nichts verloren“. Dieser Song beginnt ruhig und steigert sich bis zum Höhepunkt. Mit ihren abwechslungsreichen Liedern sprechen sie ein gemischtes Publikum zwischen 20 und 40 Jahren an. Ihre fetzigen Stücke präsentierten sie bereits in Obersotzbach im März dieses Jahres. Beim Sportverein dort erlebten sie ihren ersten öffentlichen Auftritt. Da Paul Kleiß dort Fußball spielt, organisierte der Verein einen Rockabend für sie und eine weitere Band. „Über 100 Leute waren anwesend“, freut sich Paul Kleiß. Ihrem Programm mischten sie noch Cover-Lieder von Udo Jürgens wie zum Beispiel „Ich war noch niemals in New York“ und einige Lieder von den Ärzten bei.
Eine Woche später ging es weiter im Jugendraum „Teestube“ in Alzenau. Dort finden zweimal im Monat Band-Abende statt. Kürzlich rockten sie bei der „Lokalrunde“ im Jugendzentrum Langenselbold. Am Samstag, 20. August, spielen sie in Birstein auf dem Gelände der Flinken Stürmer Birstein. Dort werden noch drei weitere Bands aus der Rockszene auftreten. Im Oktober planen sie einen Band-Ausflug nach Hamburg. Noch suchen sie nach Auftrittsorten, da sie sehr gerne die Erfahrungen aus der Hamburger Musikszene mitnehmen möchten.
In naher Zukunft planen sie die professionelle Aufnahme von sechs Songs. Damit möchten sie sich bewerben, um zu zeigen, was sie können. Und sie wünschen sich natürlich viele Shows. Die Band hat so viel Spaß bei ihren Auftritten, dass sie am liebsten so oft wie möglich auf die Bühne treten würde.
„Jeder Auftritt ist ein Highlight“, meint Christopher Guhlke.  Demnach freut sich die Band sehr, wenn sich Interessierte bei ihnen melden. Wer Lust hat, sich etwas über die Band zu informieren, findet „uNNamed“ ganz einfach über Facebook. Zusätzlich haben sie eine eigene Homepage: http://www.unnamed-rock.de.

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