Der Kampf mit dem eigenen Schatten

persona

Jeder hat ein Geheimnis, das er nicht teilen möchte. Ob er sich dafür schämt oder einfach etwas Dummes getan hat – niemand darf davon erfahren. Das ist die Grundlage für die Geschichte von Persona 4, das inEuropa im März 2009 für die Playstation 2 erschienen ist. Der Protagonist heißt Yu Narukami und redet nicht – der Spieler „spricht“ mit seinenEntscheidungen für ihn.
Er wohnt eine Zeit lang bei seinem Onkel und dessenTochter in einem fiktionalen Dorf auf demLand. In dieser Zeit besucht er auch die dort ansässige Schule. Bereits am erstenTag schließt er Bekanntschaft mit Yosuke, Chie und Yukiko, die im Laufe des Spiels enge Freunde werden. Weitere Charaktere stoßen hinzu – allerdings erst imVerlauf des Spiels. Eines Tages wird eine Leiche in der Stadt gefunden – von einem Telefonmasten hängend. Die Tode häufen sich, die Polizei geht von einemSerienmörder aus – Beweise finden sich allerdings keine. Währenddessen geht im Ort das Gerücht um, dass sich etwas Wundervolles ereignet, wenn einSchüler Nachts in einen ausgeschalteten Fernseher schaut. Dort soll sich der Seelenverwandte des Schülers zeigen. Weit gefehlt, wie Yu schnell feststellt. Er wird beinahe in den Fernseher gezogen – einSchicksal, dass am nächsten Tag ihm und seinenFreunden wiederfährt, die ihm nicht glaubten und es mit eigenen Augen sehen wollten. Angekommen in dieser Fernsehwelt, ohne Ausgang in Sicht, stellt sich schnell heraus, wer der wahre Mörder ist. Oder doch nicht?
Persona 4 ist ein wahres Wunderwerk verschiedener Genres. Hauptsächlich ist es ein japanisch angehauchtes Rollenspiel mit Simulator-Elementen.So muss der Spieler in der Fernsehwelt ums Überleben kämpfen.Dafür stehen ihm„Persona“ zur Seite, die der eigenen Seele entspringen und die dadurch bezwungen werden, dass der Charakter über seinen  Schatten springt und sich seine Schwächen eingesteht. Zumindest ist dies bei den Freunden von Yu so. Er selbst hat die Gabe, über viele Persona gleichzeitig zu verfügen. Warum wird erst ganz amEnde klar – und auch nur, wenn der Spieler das beste Ende erreicht. Auf der anderenSeite müssen Schule, Familie und Freunde unter einen Hut gebracht werden.Je stärker die Bindung zu Freunden, desto stärkere Persona können geformt werden. Durch Jobs verdient der Spieler Geld, um sich für die Dungeons in der Fernsehwelt auszurüsten. Dazu gehören die genretypischen Waffen und Items. Die Kämpfe sind interessant gestaltet und können sowohl von denCharakteren als auch von denPersona bestritten werden. Besondere Spezialattacken, die von allen gemeinsam ausgeführt werden, sind ein echter Hingucker. So auch zwischenzeitliche Szenen, die in kleinen Filmen die Handlung vorantreiben. Ein Spiel, dass viel Spannung verspricht und noch mehr hält – unter anderem hervorragende und teils schockierende Charakterentwicklungen. Das ist, was vor allem an denFernseher fesselt: die Tiefen der Charaktere. Von Stunde zu Stunde ist die Angst vor dem Mörder spürbarer – und die Frage drängt sich auf, ob er vielleicht sogar unter den eigenenFreunden weilt.
Fazit: Sehr empfehlenswert! Zudem gibt es für die Playstation Vita eine überarbeitete Version: „Persona 4 Golden“, die einige Neuerungen bietet und die Geschichte weiterführt.
Für April 2017 ist bereits der Nachfolger angekündigt.           (rim)

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