Ein Zimmer, zwei Männer und jede Menge Blut

Vor acht Monaten ist die 17-jährige Anna mit ihrer Familie in das Zeugenschutzprogramm des FBI aufgenommen worden; seither lebt die Familie unter ständig wechselnden Identitäten und fällt allmählich auseinander. Die Mutter versinkt im Alkohol, Annas elfjährige Schwester zieht sich in sich selbst zurück und der Vater wirkt zunehmend besorgt um ihre Sicherheit. Als es sie in ein kleines Nest in Louisiana verschlägt, beschließt Anna, dass die Situation für sie nicht länger tragbar ist. Sie weiß nicht, weshalb oder vor wem die Familie geschützt werden muss, doch ihr oberstes Ziel ist es nun, ebendies herauszufinden. sourlos
Obwohl es ihr anfangs nicht gelingt, an Informationen zu gelangen, scheint sich die Lage der Familie zu verbessern – Anna lernt Ethan kennen, mit dem sie sich anfreundet; ihre kleine Schwester taut in der neuen Umgebung zusehends auf und die Mutter trinkt weniger. Dann jedoch häufen sich seltsame Vorfälle, und Anna fühlt sich zunehmend verfolgt. Außerdem hat sie immer häufiger Alpträume von einem Zimmer, zwei Männern, geheimnisvollen Büchern und jeder Menge Blut. Als Anna eines Nachts Ethan und einige Freunde auf eine Wildschweinjagd begleitet, löst das Abfeuern eines Gewehrs eine Flut von Erinnerungen in ihr aus – mit einem Mal wird ihr bewusst, dass sie selbst der Grund für die Aufnahme ihrer Familie ins Zeugenschutzprogramm ist: Anna ist in ihrer Heimat Arizona zufällig Zeugin des Mordes am Arbeitgeber ihres Vaters geworden, der in Geschäfte mit einem mexikanischen Drogenboss verwickelt war und Kassenbücher vor diesem zu verbergen versuchte. Das FBI benötigt Annas Aussage vor Gericht und wartet nun darauf, dass ihre Erinnerung zurückkommt und sie den Verbleib der Kassenbücher aufklären kann. Anna erzählt ihrem Vater von der Rückkehr ihrer Erinnerung, doch er enthüllt ihr, dass Spitzel des Drogenbosses ihren Aufenthaltsort kennen und mit ihm bereits über eine Übergabe der Kassenbücher im Gegenzug für die Sicherheit seiner Familie verhandeln. Während nun das FBI und ihr Vater an vollkommen entgegengesetzten Plänen arbeiten, um die Familie endgültig außer Gefahr zu bringen, entwickelt Anna in ihrer Verzweiflung den Plan, die Bücher selbst zurückzuholen und ihre Geschichte mitsamt Beweismaterial publik zu machen, um durch die öffentliche Aufmerksamkeit ihre Familie effektiver zu schützen – und gemeinsam mit   Ethan, den sie zunächst nur widerwillig in ihren Plan einweiht, macht sie sich auf den Weg zurück nach Arizona.
Spannend und temporeich bis zur letzten Seite und mit einer erfrischend unverbrauchten und außergewöhnlichen Thematik: Der Roman besticht durch eine fesselnde Handlungsführung und einen einnehmenden Schreibstil ebenso wie durch vielschichtige, interessante Charaktere und die richtige Mischung aus Aktion und Emotion. Eine Leseempfehlung, die zudem erst in einem ebenso mitreißenden Folgeband ihren endgültigen Abschluss findet.
Spurlos von Ashley Elston ist bei mixtvision erschienen.             (fpf)

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