Rasantes Race über den Regenbogen

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Mario Kart ist ein Nintendo-Klassiker. Der Racer, in dem Spieler in verschiedene Charaktere wie Mario, Luigi oder Yoshi schlüpfen und um die Wette fahren, hat inzwischen viele Ableger bekommen – einer erfolgreicher als der andere. Das aktuellste Mario-Kart-Spiel ist der achte Teil (die GNZ berichtete). Doch einer der am besten ausbalancierten Nintendo-Racer ist deutlich früher, im April 2008, in Deutschland erschienen: Mario Kart Wii (MKW).
Das Game nutzte alle Fähigkeiten der zu dieser Zeit noch neuen Konsole. Es machte Online-Rennen gegeneinander möglich und war mit normalem Controller steuerbar – oder mit der Motion-Plus-Mechanik, durch die per Bewegungen mit der Hand unter anderem Stunts leicht ausführbar waren.
Auch ein Lenkrad war als Steuerungsgelegenheit gegeben. Im Automatik- oder Manuell-Modus hatten Spieler Gelegenheit, die verschiedenen Cups in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zu befahren, auch offline, und so immer mehr Motorräder, Autos und Charaktere freizuschalten. Jeder einzelne Fahrer hatte dabei ein anderes Spielgefühl. Verschiedene Werte je nach Gewicht der Charaktere und der Fahrzeuge machten das Spiel taktisch anspruchsvoll.
Wer sich an die Einstellung „Manuell“ wagte, hatte im Gegensatz zur Automatik die Freiheit, um Kurven zu driften und so einen zusätzlichen Geschwindigkeitsschub zu bekommen. Dazu kamen verschiedene Items, die das Spielgeschehen auflockerten. Etwa ein Stern, der den Fahrer für kurze Zeit unbesiegbar machte, oder eine Banane, auf der andere Fahrer – aber auch der Spieler selbst – ausrutschten. Mit dem sogenannten Maxi-Pilz entwickelte sich der eigene Charakter zu einer riesigenForm seiner selbst und überfuhr alle Spieler vor ihm. Besonders gemein:Der blaue Panzer, der den Ersten des Feldes trifft, egal, wie gut er fährt.
Das Spiel überzeugte so sehr, dass sich sogar eine internationale Clan-Szene bildete, die in Gruppen gegeneinander antrat. Immer weitere Abkürzungen wurden bei allen Strecken gefunden, wodurch die Bestzeiten der einzelnen Rundkurse immer wieder unterboten wurden. Das Spiel war ein gefundenes Fressen für jeden, der neben dem Familienspaß auch eine Herausforderung suchte. Auch diverse Glitches fanden schnell ihren Weg in öffentliche Videos, so dass jeder sie sich ansehen, üben und nachmachen konnte, wenn er wollte.Das führte dazu, dass vor allem online ein großes Ungleichgewicht des Könnens herrschte.
Gegen Ende der MKW-Ära und vor Release des Nachfolgers entwickelte die Community noch sogenannte Custom Tracks. Diese Strecken waren selbst erstellt, hatten eigene Musikuntermalungen und teils deutlich härtere Schwierigkeitsgrade. Sogar eigene Spielmodi wurden für diese Kurse entwickelt. Langeweile war da lange Jahre fehl am Platz – und bis heute ist das Spiel im wahrsten Wortsinn der absolute Renner auf Feiern. Online ist es zwar nur noch begrenzt möglich, das mindert aber den Spaß nicht. Wer sich also an der passabel gealterten Wii-Grafik nicht stört und die Konsole noch daheim stehen hat, kann auch heute noch bedenkenlos zugreifen.            (rim)

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